Die „Volksparteien“ melden sich zurück

 
Foto: Hartmut Häger

Die stärksten Zuwächse erzielte die SPD

 

tH) Für die SPD war das Landtagswahlergebnis in Hildesheim das beste seit 1998, für die CDU das schlechteste seit 1951. Sowohl Itzum-Marienburg als auch Marienburger Höhe/Galgenberg statteten den Sozialdemokraten Bernd Lynack mit einem soliden Vorsprung vor seiner christdemokratischen Herausforderin Laura Rebuschat aus.

 

Rebuschat blieb in beiden Ortschaften um drei bis viereinhalb Prozent hinter dem Ergebnis zurück, das Frank Wodsack vor vier Jahren erzielte, Lynack konnte nicht nur sein Ergebnis von 2013 um über fünf Prozent verbessern, sondern bekam in fast allen Wahllokalen auch mehr Stimmen als Bernd Westphal bei der Bundestagswahl. Das lag zum einen daran, dass bei der Landtagswahl die Kandidaten der kleineren Parteien allesamt weniger Stimmen erhielten als bei der Bundestagswahl, zum anderen an einer deutlich höheren Wahlbeteiligung gegenüber 2013. Infratest zufolge kehrte über die Hälfte der damaligen Nichtwählerinnen und Nichtwähler zur SPD zurück, 30 Prozent zur CDU und 20 Prozent zur AfD. Die AfD sammelte zusätzlich die Stimmen derer ein, die vor vier Jahren die Kandidaten der Freien Wähler und der NPD gewählt haben.

Die größten Verluste – nach der „Partei der Nichtwähler“ – verzeichnete der Kandidat der GRÜNEN, die größten Zugewinne verbuchte Bernd Lynack. Man darf eine entsprechende Wählerwanderung vermuten. Den zweitgrößten Zuwachs erzielte die AfD, deren Kandidat in der Südstadt auf Anhieb rund 5,3 Prozent der Stimmen erhielt.

Mit 70- bis 75 Prozent Wählerbindung haben SPD und CDU in Hildesheim wieder den Status von „Volksparteien“ erreicht. Die deutliche Abnahme der Nichtwähler lässt auf ein deutlich gestiegenes Interesse an der Landespolitik schließen. Das wären zwei positive Signale, die vom Wahlergebnis ausgehen. (Grafiken: tH; die Briefwahlergebnisse sind errechnete Näherungswerte)

 
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