Andrea Döring bei der SPD: Zielstrebige Stadtentwicklung in Hildesheim

 

Frau Döring erklärt ihre Pläne zur Stadtentwicklung (Foto: tH)

 

(tH) Die Stadtentwicklung stand bei der SPD Marienburger Höhe/Itzum im März schon einmal auf der Tagesordnung. Damals musste der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr, Detlef Hansen, für die erkrankte Stadtbaurätin Andrea Döring einspringen. Am 12. September kam sie selbst und breitete einen eindrucksvollen Themenstrauß vor den etwa zwanzig Interessierten aus (siehe Bild).

 

Der erste Eindruck: Andrea Döring ist in Hildesheim angekommen. Obwohl sie erst ein knappes Jahr im Amt ist, verfügt sie über eine profunde Sach-, Orts- und Personenkenntnis. Sie geht auf die Menschen zu, hört sich ihre Sorgen an und gibt ehrliche Antworten. So war das auch bei der SPD-Stadtteilversammlung, die Ortsvereinsvorsitzender René Laske leitete. Dass sie systematisch und zielstrebig vorgeht, zeigte ihr knapp dreiviertelstündiger Vortrag. Die Themenschwerpunkte: Mobilität, Lebensqualität in der Innenstadt, Pflege der Wohnquartiere, Industrie- und Gewerbeflächen, Hochwasserschutz und – speziell für die interessierte Zuhörerschaft – der Wasserkamp.

Im Einzelnen: Die Hauptradwegeverbindungen quer durch die Stadt sollen in einem Dreijahresprogramm für rund 3,6 Millionen Euro verbessert werden. Für den Klingeltunnel sind 2019 Planungskosten in Höhe von 80.000 Euro und für die Umsetzung – mit einer Verpflichtungsermächtigung bis 2022 – zusätzlich 600.000 Euro vorgesehen. Der Radverkehr ist nur ein kleiner Teil des „GreenCityPlans“, also des Konzepts für eine umweltbewusste Stadtentwicklung. Acht Arbeitspakete wurden von rund fünfzig Hildesheimer Expertinnen und Experten erarbeitet, wobei das spannendste Projekt das achte Paket enthält: eine ganze Siedlung mit emissionsfreier Mobilität. Jetzt geht es an die Umsetzung.

Auch in der Innenstadt setzt Andrea Döring auf die Kompetenz der Betroffenen. Den Arbeitskreis Innenstadt will sie wieder aktivieren, die Quartiersinitiative Niedersachsen (QIN) soll wieder aufgelegt werden, für das „Förderprogramm Stadtgrün“ hat Hildesheim die Wallanlagen und den Hohnsenseebereich angemeldet, Gesamtkosten: 4 Millionen Euro bei bis zu 90-prozentiger Förderung. Um die Verbesserung der Wohnquartiere kümmern sich die großen Programme „Stadtumbau West“ und „Soziale Stadt“, an denen sich Hildesheim mit über 140 Projekten mit einem Volumen von rund 28 Millionen Euro beteiligt. Ganz wichtig: bezahlbares Wohnen. Dafür hat der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD), der auch für Bauen zuständig ist, am 21. März 2018 das Bündnis für bezahlbares Wohnen gegründet. Die Baudezernentin erhofft sich dadurch attraktivere und wirksamere Wohnungsbauförderungsprogramme.

Die Entwicklung des Gewerbegebiets Nord geht mit der Gründung einer Entwicklungsgesellschaft voran, an der die Stadt mit 51 Prozent und die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine mit 49 Prozent beteiligt ist. Entscheidend ist der dritte Autobahnanschluss, den die Stadt jetzt vorfinanzieren will; der Abschluss einer Planungsvereinbarung steht bevor. Beim Hochwasserschutz begann die Stadt mit der Sicherung des Phönix-Gebietes durch eine Maßnahme in der Bleicherstraße. An zweiter Stelle steht Itzum.

Zum Thema Wasserkamp erläuterte Döring das Vorgehen bei der bevorstehenden archäologischen Untersuchung. Die artenschutzrechtliche Untersuchung des FHH-Gebietes (gemäß der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) läge bereits vor. In der Diskussion wurden alternative Standorte in Sorsum, Einum oder Achtum genannt. Auch sei Itzum schon genug mit der Stadtentwicklung belastet worden. Hier widersprach Andrea Döring energisch. Der Zuzug neuer Einwohner sei keine Belastung, sondern eine Bereicherung für die Stadt. Und in Itzum könne die Stadt durch abschnittsweise Bebauung auf eigenem Grund für bezahlbares Wohnen sorgen. Sie versprach, Ortsräte und Bürgerschaft an den Planungen zu beteiligen. René Laske bat darum, auch die Fläche hinter der Busendhaltestelle am Ortsrand Richtung Heinde auf ihre Eignung als Bauland zu prüfen.

Für den Marienburger Platz sagte sie das der Ortsbürgermeisterin Nicole Reuss schon für die Ortsratssitzung am 20. November zu. Dann wolle der Investor seine Pläne vorstellen.

SPD-Vorsitzender René Laske bedankte sich bei Andrea Döring mit dem neuen Künstlerbecher der SPD und freute sich über die Zusage, „gern einmal wieder zu kommen.

 
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